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Abschied von Olaf Schulz-Arimond

Über 200 Trauergäste, und damit weit mehr, als die stattliche Kapelle auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof zu fassen vermag, sind am Montag dem 16. Juni 2016 zusammengekommen, um Olaf Schulz-Arimond das letzte Geleit zu geben und seiner Familie ihr Beileid zu bekunden. Immer noch bestürzt von seinem plötzlichen Tod, betroffen vom Leid der Angehörigen, aber ebenso bewegt von dieser großen Anteilnahme, standen auch seine Kollegen der von ihm mitgegründeten Initiative für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit am Grab. Die tiefe Trauer, in die uns der Tod unseres Freundes und Berufskollegen hineingestürzt hat, ist in erster Linie seiner großen Freundschaft geschuldet, die er uns über Jahrzehnte entgegengebracht hatte. Anfangs in der großen Gemeinschaft der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, aber erst recht später, als ihm und uns in dieser Organisation keine Luft zum Atmen mehr blieb.

Doch wort- und tatenlos zuzusehen, wie ausgerechnet jene Gewerkschaft, in der er sich ein Berufsleben lang mit selbstloser Hingabe ehrenamtlich engagiert hatte, stand für den Verstorbenen nicht einen Augenblick zur Disposition. Bei der Gründung von InDemoRe war er treibende Kraft, er musste da mitmachen, er konnte nicht anders. Dabei stand für ihn allerhand auf dem Spiel: Herausgehobene Ämter und Mandate wurden ihm wegen seiner Courage streitig gemacht und schließlich entzogen. Seiner angeschlagenen Gesundheit dürften diese Ereignisse kaum dienlich gewesen sein.

Mit nur 55 Jahren ist Olaf Schulz-Arimond nun für immer von uns gegangen. Was bleibt, ist aber nur zum Teil die Trauer. Sie paart sich mit großer Dankbarkeit, die wir ihm für seine immerwährende Freundschaft schulden, für seine Ideen und Ratschläge ebenso, wie für seine Warnungen und Mahnungen. Wir werden ihm deswegen immer ein ehrendes Andenken bewahren.

Leb` wohl, Olaf…

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